Bayer: Trendwende im Pharmageschäft

Der Gegenwind für Bayer lässt nach - Trendwende im Pharmageschäft zeichnet sich ab

Zürcher Börsenbriefe - Bayer: Trendwende im Pharmageschäft

 

Am Morgen hat Bayer im Wesentlichen bestätigt, was ich Ihnen bereits im Zürcher Finanzbrief 22/2026 signalisiert hatte. Nubeqa ist bereits jetzt eine der wichtigsten Stützen der Pharmasparte (Spartenumsatz +8 %) und wird diese Bedeutung mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ausbauen, wenn die Anwendungsfälle ausgeweitet werden können. 

Dadurch ergibt sich eine Trendwende im Pharmageschäft von Bayer (DE000BAY0017), die von hoher Bedeutung ist, da die Agrarchemie schwächelt. Insgesamt konnte der Umsatz um 4,1 % („bereinigt“: 1,9 %) auf 10,05 Mrd. Euro verbessert werden. Das „bereinigte“ EBITDA steigerte man um 6,9 % von 1,51 Mrd. Euro auf 1,62 Mrd. Euro im Jahresvergleich. Die echten Zahlen sehen allerdings etwas anders aus. Das operative Ergebnis liegt immer noch in den roten Zahlen. Auf EBIT-Basis ein Verlust im 3. Quartal von 110 Mio. Euro. Aber: Es ist eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 80 % nach einem Verlust von 543 Mio. Euro zuvor. Der Verlust nach Steuern verbesserte sich allerdings nur um 30 % von zuvor 963 Mio. Euro auf nun 672 Mio. Euro. Ebenso hat auch der Gerinnungshemmer Xarelto sich so verhalten wie befürchtet. Der Umsatz schrumpfte um 30,2 %, was an der steigenden Konkurrenz vonseiten der Generika liegt.