Airlines: Treibstoffkosten werden die Spreu vom Weizen trennen

Ryanair tritt auf die Kostenbremse – 2027 wird zum Entscheidungsjahr

Zürcher Börsenbriefe - Airlines: Treibstoffkosten werden die Spreu vom Weizen trennen

 

Ryanair tritt die Kostenbremse bis zum Blech durch. Für das laufende Fiskaljahr (März 2027) ist man ausgezeichnet abgesichert. Rund 80 % des Kerosinverbrauchs sind zu sehr günstigen Niveaus von etwa 67 US-Dollar je Barrel bzw. 666 US-Dollar je Tonne abgesichert. Das restliche Fünftel reicht aber bereits aus, um die Kosten derart anzuheben, dass der Gewinn erneut im 2. Fiskalquartal (30. September) um 6 % auf 1,61 Mrd. Euro gesunken ist. 

Aber selbstverständlich kann Ryanair (IE00BYTBXV33) nicht erst im April 2027 mit den neuen Absicherungsmassnahmen anfangen. Das wäre zu riskant, weswegen man jetzt bereits die ersten Kostenbremsen eingezogen hat. Aktuell hat man 25 % des Treibstoffverbrauchs im kommenden Fiskaljahr 2028 abgesichert. Aber zu deutlich höheren Preisen. Die Absicherungen liegen bei 95 US-Dollar je Barrel bzw. 954 US-Dollar je Tonne. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Treibstoffkosten im kommenden Geschäftsjahr die Gesamtkosten um rund 2 Mrd. Euro erhöhen werden, wenn es schlecht läuft. Die wiederum will man durch interne Massnahmen und bei Partnern einsparen.