Zürcher Finanzbrief Ausgabe 03/26
Der Zürcher Finanzbrief vom 04. Februar 2026
Erst eins, dann zwei, dann drei. Im Herbst erwischte es Bitcoin. Im Januar erwischte es die Edelmetalle. Wann lässt die Börse die heisse Luft bei den Big Techs ab? Schaut man in die zweite und dritte Reihe der Technologietitel, dann sieht man bereits seit mehreren Wochen Kurskorrekturen. Die Reaktion von Microsoft in der vergangenen Woche signalisiert uns zudem, wie vulnerabel auch die grossen Schwergewichte an der Nasdaq sind, die zudem meist auch in allen anderen grossen US-Benchmarks vertreten sind, womit es in einer Korrektur oder einem Sell-off keine sicheren Häfen, sondern nur Klumpenrisiken gibt.
Der Ausverkauf bei Gold und Silber war historisch. Wichtiger ist jedoch, dass nun zwei grosse Investment-Storys aus dem Rennen sind. Damit bleibt uns noch die AI-Story, die aber auch bereits seit Ende 2025 auf tönernen Füssen steht. Die Börse sorgt sich vor einem katastrophalen Return on Investment. Und wir wissen: Jede Blase endet, wenn das Kapital ausgeht. Da sich die meisten Anleger nun bei Bitcoin, Gold und Silber eine blutige Nase geholt haben, ist die Frage berechtigt, wie viel weniger Kapital in diesem Jahr für die AI-Story zur Verfügung steht.
Der Anlass für den Sell-off bei den Edelmetallen ist wichtiger als der Sell-off selbst. Denn es handelt sich dabei nicht um eine zufällige Reaktion oder eine wirre Verkettung von Ereignissen. Nein. Wer am Donnerstag und Freitag aktiv aus der Gold- und Silber-Rallye ausgestiegen ist, die wohlgemerkt direkt vor dem Sell-off ihren Peak erreichte, der hat diesen Exit aus wohlüberlegten Gründen getan.
Kevin Warsh ist der Trigger für Gold und Silber. Seit dem Herbst windet sich Präsident Trump und verschob mehrmals die Nominierung des nächsten Fed-Chair. Dabei ist die Auswahl des Nachfolgers von Jerome Powell von höchster Bedeutung für Trumps restliche Amtszeit und mittelfristig auch für die republikanische Partei. Dass Trump die Wahl so schwerfiel, zeigt Ihnen, wie wenig sicher sich der Präsident ist. Er bevorzugt einen Loyalen an der Spitze der Fed, aber er muss seinen Kandidaten auch durch den Senat bekommen und dort zeigt man sich reserviert gegenüber den Umbauplänen des Präsidenten für die Notenbank. Warsh ist somit ein Kompromiss in den Augen des Weissen Hauses.
Wer Warsh ist, wer seine Verbündeten sind und welche bahnbrechenden Veränderungen auf die Börse zukommen, skizziere ich Ihnen im neuen Zürcher Finanzbrief 03/26.
Die Themen der aktuellen Ausgabe:
- New York: Das war noch keine Konsoliderung.
- Läuft die Wall Street in eine Bullenfalle?
- Hohe Vola in Frankfurt.
- Ohne eine eigene Story folgt der deutsche Aktienmarkt devot der Wall Street.
- Wer ist Kevin Warsh, wer sind seine Verbündeten und was hat er mit der Fed vor?
- Anleihen: Warsh kann den Anleihemarkt zu eine Zerreissprobe führen.
- Öl-Aktien starten durch.
- Für Chevron sprechen zwei Faktoren in diesem Jahr.
- Exxon Mobil baut seine Dominanz Stück für Stück aus.
- Ölförderung erreicht ein 40-Jahreshoch.
- Entertainment bleibt ein schwieriges Geschäft.
- Disney bekommt keine Traktion und kein Bonus von der Börse.
- IPO: Bei CSG sind wir drin.
- Als nächstes ist KNDS dran - doch wie attraktiv ist das Unternehmen wirklich?
- Käufe: Bei Ferrari haben wir vorzeitig zugegriffen.
- Der Sell-off bei Microsoft ist eine völlige Übertreibung.
- Stop-Loss-Limits: Update
- Konservatives Musterdepot: Update
- Spekulatives Musterdepot: Update
Für diesen Inhalt benötigen Sie ein Abonnement
Testen Sie uns ohne Risiko - das kostenlose Probeabo endet nach 4 Wochen und bedarf keiner Kündigung. Es gibt keinerlei kostenpflichtige Folgeabos. Testen Sie unsere Börsenbriefe und entscheiden Sie selbst, ob sich unsere Abomodelle für Sie rentieren.

