Zürcher Trend Ausgabe 10/26
Der Zürcher Trend vom 11. März 2026
Das Hauptproblem der Krypto-Assets ist gegenwärtig das Auseinanderfallen von Wunsch und Wirklichkeit.
Es ähnelt der Diskrepanz zwischen kommunistischen Visionen und der harten Realität des Kader-Faschismus Osteuropas, Kubas und Chinas in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Bitcoin und andere Token hatten bis in den Oktober einen sensationellen Aufschwung genommen, den wir in Teilen gut begleiten konnten. Seither geht es aber mehr oder minder steil bergab. Bitcoin notiert gegenwärtig ernüchternde 40 % unter seinen Hochs vom letzten Herbst. Wir hatten darauf hingewiesen, dass Crashs in dieser Industrie weit häufiger vorkommen als in anderen Asset-Klassen. Und dennoch:
Die Sehnsucht nach unangreifbaren Anlagealternativen ist nach wie vor hoch.
Die noch immer unsichere Weltlage spielt der Industrie in die Hände. Vertrauen geht selbst zu Notenbanken verloren, so dass eine von Geldpolitik unabhängige Asset-Klasse einen Aufschwung nehmen müsste. Die Schuldenorgien vieler Staaten senken die Hemmschwelle zum Gelddrucken und damit einer Aufweichung der realen Korrelation zwischen Papiergeld und Wirtschaftsgütern. Die Abwertung des Dollars verstärkte die Suche nach stabilen Assets – auch als Schutz gegen Willkür: Wenn Staaten Vermögen einfrieren, braucht es fungible Ausweichmöglichkeiten. Gold und Silber haben tatsächlich vor diesem Hintergrund profitiert, Bitcoin aber nicht mehr.
Marktanalyse
- Token gemieden.
- Weltbörsen müssen sich in den nächsten Wochen auf steigende Schwankungsbreite einstellen.
Aktien im Fokus
- BVZ präsentiert Rekordzahlen.
- Burkhalter expandiert in Erwartung einer sich erholenden Baukonjunktur.
- Nordex zahlt Dividende.
- Elmos Semiconductor spürt keine Flaute.
- Fresenius Medical Care im Übergangsjahr.
- EchoIQ will mit Kardio-KI durchstarten.
Rohwaren
- Zucker wird im nächsten Jahr knapp.
Forex
- Austral-Dollar gesucht.
- Euro vor Gegenbewegung nach oben.
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