Zürcher Goldbrief Ausgabe 12/25
Der Zürcher Goldbrief vom 20. Dezember 2025
Der Goldpreis konnte im Dezember den Rekord aus dem Oktober zwar nicht übertreffen, doch bewegte er sich erneut auf hohem Niveau und näherte sich mehrfach der Marke von 4.300 US-Dollar pro Unze. Die Nachfrage nach Gold bleibt trotz der hohen Kurse ungebrochen, getrieben durch eine Vielzahl anhaltender und neuer Unsicherheiten. Für das kommende Jahr 2026 rechnen viele Experten weiterhin mit steigenden Preisen – manche Kursziele liegen bei 4.900 Dollar und mehr. Entscheidend dafür bleiben geopolitische Spannungen wie der anhaltende Krieg in der Ukraine, die Zuspitzung im Venezuela-Konflikt sowie die zunehmenden Spannungen zwischen China und Taiwan. Auch wirtschaftliche Faktoren wie die Entwicklung im KI-Sektor und mögliche Anzeichen für eine Gold- oder KI-Blase beschäftigen die Märkte.
Rückblickend hat 2025 alle Erwartungen übertroffen: Der Goldpreis stieg um rund 67 Prozent und stellte sämtliche Prognosen in den Schatten. Analysten und Institute lagen mit ihren Schätzungen weit unter der tatsächlichen Entwicklung. Die Unsicherheit bleibt auch zum Jahreswechsel hoch, denn die Risiken rund um die Politik von US-Präsident Trump, den Wertverlust des US-Dollars sowie die weltweite Konjunktur treiben Investoren weiter in Edelmetalle. Im Dezember warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich vor einer möglichen Goldblase, während andere Experten weiterhin von einem positiven Trend ausgehen und den Goldpreis für 2026 in einer Spanne von 3.750 bis 5.000 Dollar sehen.
Silber entwickelte sich im vergangenen Jahr sogar noch dynamischer als Gold. Seit Jahresbeginn hat sich der Silberpreis mehr als verdoppelt und erreichte erstmals seit über zehn Jahren ein neues Allzeithoch. Die starke Nachfrage übersteigt das Angebot bereits seit fünf Jahren, was die Basis für eine weitere Rallye im neuen Jahr bildet.
Die Redaktion mahnt dennoch zur Besonnenheit: Die Märkte bleiben nervös, viele Anleger befürchten einen „großen Knall“ angesichts der zahlreichen Krisenherde. Dennoch bleibt Gold für viele der sichere Hafen und das Vertrauen in physische Werte wächst weiter.
Die Themen der aktuellen Ausgabe:
- Kratzen am Rekord: Goldpreis stabil nahe Allzeithoch, Nachfrage bleibt hoch.
- Goldpreis 2026: Experten erwarten weitere Steigerungen, Unsicherheiten bleiben.
- Ukraine-Krieg: Kein Frieden in Sicht, Auswirkungen auf die Märkte.
- Venezuela unter Druck: Neue Spannungen mit den USA, geopolitische Risiken steigen.
- China-Taiwan-Konflikt: Eskalationsgefahr nimmt weiter zu.
- Das Ende des KI-Booms? Sorgen um Überhitzung und mögliche KI-Blase.
- Platzt die Goldblase? Warnung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, doch Experten bleiben überwiegend optimistisch.
- 2025 sprengte alle Erwartungen: Goldpreis legte rund 67 Prozent zu – weit mehr als vorhergesagt.
- Silber auf dem Vormarsch: Neue Rekorde, Nachfrage übersteigt Angebot deutlich.
- Wenig besinnliche Zeiten: Märkte bleiben angespannt, Gold weiterhin als sicherer Hafen gefragt.
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Stephan Jansen
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25.12.2025 08:24:58 Uhr
Gut zu lesen. Bitte auch über weitere Edelmetalle / Rohstoffe berichten.
