Zürcher Finanzbrief Ausgabe 10/26
Der Zürcher Finanzbrief vom 13. Mai 2026
Platzt 2026 eine Bombe am Bondmarkt? Seit inzwischen drei Jahren versucht der US-Anleihemarkt, das ultralange Ende der Zinsstrukturkurve zu bändigen. Oberstes Ziel ist es, einen Anstieg der Renditen auf Endfälligkeit über die psychologisch wichtige Marke von 5 % p. a. zu verhindern. Was bisher mit Ach und Krach verhindert werden konnte. In diesem Jahr droht die Unterstützung jedoch zu brechen vor dem Hintergrund der explodierenden Inflation aufgrund des Iran-Krieges und der steigenden Unsicherheit darüber, wie der neue Fed-Chair Warsh die Dollar-Zinspolitik ausrichten und die US-Notenbank umbauen wird.
Der grosse Bullenmarkt hatte bereits 2020 geendet. Im Tief erreichten die Renditen am ultralangen Ende sogar Notierungen von weniger als 1 % p. a. Seither kennt der Anleihemarkt nur eine Richtung: Süden. Und das hat strukturell erhebliche Auswirkungen. Angefangen von der Staatsfinanzierung, die sich durch die steile Zinsstrukturkurve massiv verteuert hat, über die Dämpfung des Hypothekenmarktes bis hin zu einer Fehlallokation am Kapitalmarkt. Denn:
Kippt das ultralange Ende, müssen alle Bewertungen neu gerechnet werden. Und das gilt nicht nur für den Anleihemarkt, sondern auch für den Aktienmarkt. Die 30-jährigen Renditen bewegen sich aktuell auf dem Niveau der Pre-Finanzkrise. Bricht die Unterstützung bei 5 %, wandert das lange Ende Richtung 6,5 % p. a. und damit wie in Grossbritannien zum Niveau der Jahrtausendwende. Dieses Niveau würde nicht nur Investitionskosten in der Realwirtschaft verteuern, sondern erhöht auch die Attraktivität der US-Staatsanleihen zulasten der Aktien erhöhen.
Die Themen der aktuellen Ausgabe:
- New York: Die Rallye spitzt sich weiter zu.
- Die Wall Street Banken halten den Markt künstlich hoch für die Jumbo IPOs.
- Frankfurt kommt nicht hoch.
- Diese Woche stellt die Weichen für die deutschen Blue Chip Aktien.
- Gamma Squeeze im Halbleitersektor.
- Die Spekulanten machen sich die Kurse selbst.
- AMD ist ein Musterbeispiel.
- Micron Technology wird von der Speicherchip-Hysterie getrieben.
- Rüstungsaktien unter Dauerbeschuss.
- Rettet SAFE die Hausse?
- Rheinmetall: Q1 war eine komplette Enttäuschung.
- Hensoldt wird trotz starker Zahlen abgestraft.
- Handlungsbedarf bei Renk.
- CSG entpuppt sich als Enttäuschung - was bringt das Trading-Update?
- Verkäufe
- BP: Meg O'Neill sortiert die Aktionäre ans Ende ihrer Prioritätenliste.
- Bei Porsche ziehen wir die Notbremse.
- IPOs
- Bei Cerebras Systems rate ich zur Vorsicht.
- KNDS reisst der Geduldsfaden.
- Stop-Loss-Limits: Update
- Konservatives Musterdepot: Update
- Spekulatives Musterdepot: Update
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