In einem Rechtsstreit aufgrund eines sexuellen Übergriffs kann sich Uber nicht herausreden und die Verantwortung allein auf den Fahrer schieben

Das könnte für Uber richtig teuer werden

Zürcher Börsenbriefe - In einem Rechtsstreit aufgrund eines sexuellen Übergriffs kann sich Uber nicht herausreden und die Verantwortung allein auf den Fahrer schieben

 

Der Fahrdienstleister Uber arbeitet seit jeher mit unabhängigen Auftragnehmern zusammen, was das Unternehmen auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont. Das ist besonders vor Gericht der Fall, wenn ein Uber-Fahrer sich etwas hat zu Schulden kommen lassen und dafür Uber mitverklagt wird. Doch in einem kürzlich entschiedenen Fall konnte Uber sich mit der bekannten Argumentation nicht herauswinden.

Ein Geschworenengericht in Phoenix verdonnerte Uber (US90353T1007) am vergangenen Donnerstag zu einer Zahlung in Höhe von 8,5 Millionen US-Dollar an eine Klägerin zu, die einen sexuellen Übergriff durch einen Uber-Fahrer erleiden musste. Aus Sicht der Geschworenen war der Fahrer ein Vertreter von Uber und damit sei das Unternehmen mitverantwortlich zu machen. Die Forderung nach Strafschadenersatz wurde jedoch abgelehnt.