Zürcher Trend Ausgabe 16/26
Der Zürcher Trend vom 22. April 2026
Rechtfertigt der Ertrag des neuen Vertragspakets mit der EU (Bilateralen III), das die bestehenden Verträge aufdatieren und neue hinzufügen soll, den Aufwand?
Es mussten für die Papierflut der Beamten viele Bäume sterben. Die Hoffnungen auf ein einfacheres Miteinander werden sich erfüllen, die Befürchtungen über noch mehr Bürokratie allerdings auch. Die Schweiz wird verpflichtet sein, viele EU-Normen zu übernehmen.
Der Bundesrat gibt sich immerhin alle Mühe, den Papierwust zu einem besseren Verständnis in der Bevölkerung in «Erklärvideos» zu transformieren
Wer sich ein Bild machen möchte, bekommt einen ersten Überblick. Die Filme steigen natürlich nicht in die Tiefen von Schiedsgerichten und Regelungen zu Beihilfen ein, zeigen aber die Richtung. Allerdings hätte man sich schon ein paar Sätze zu potentiellen Verfahren am Europäischen Gerichtshof, dessen Urteile demnächst für die Schweiz bindend sein werden, gewünscht, was mit keiner Silbe erwähnt wird.
Das Thema Zuwanderung birgt Sprengstoff.
Sicherheitshalber ebenfalls ausgeblendet hat der Bundesrat, dass das EU-Abkommen vorsieht, dass die Schweiz demnächst für EU-Bürger und ihre Familien ein Daueraufenthaltsrecht nach fünf Jahren Domizilierung verabschieden muss, das auch bei Sozialhilfeabhängigkeit nicht widerrufen werden kann. Die EU ist gross, die Lust, aus der Peripherie hierherzuziehen, noch grösser. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Thema für einen Christoph Blocher auch mit seinen 86 Jahren ein gefundenes Fressen. Der AltBundesrat und SVP-Doyen positioniert sich an der Spitze des Widerstands.
Marktanalyse
- Schweizer Wirtschaft wird unterm Strich vom Bilateralen III profitieren.
- Wall Street wartet auf die neuen Börsenstars.
- Quantum-Aktien werden von Nvidia-Ankündigung nach oben gezogen.
- Japans Börse wird von jungen Investoren stimuliert.
- Österreich wird der Gewinner des Richtungswechsels in Ungarn.
Aktien im Fokus
- Scottish Mortgage Trust wird neues Basisinvestment.
- SKY Perfect JSat springt wegen voller Auftragsbücher in die Höhe.
- AT&S fährt Ernte der Transformation ein.
- Raiffeisenbank International kann Russland-Gewinne weiterhin nicht repatriieren.
- Rosenbauer bietet seinen Kunden Zusatznutzen.
- DocMorris wartet auf Generalversammlung.
- Pfisterer überzeugt.
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