Novartis: Konsens-Beat ohne Prognoseanhebung - die Pipeline muss jetzt zeigen, was sie kann

Operative Stärke im Q2, aber Novartis CEO Narasimhan lässt den Markt warten

Zürcher Börsenbriefe - Novartis: Konsens-Beat ohne Prognoseanhebung - die Pipeline muss jetzt zeigen, was sie kann

 

Novartis hat die Börse positiv überrascht. Beim Umsatz marginal und bei der Profitabilität deutlich. Doch die eigentliche Frage ist nicht, ob Novartis liefern kann, sondern ob die Geschwindigkeit reicht, um eine nachhaltige Rallye zu rechtfertigen.

Statt des selbst prognostizierten Umsatzrückgangs meldete Novartis (CH0012005267) ein währungsbereinigtes Wachstum von 1 % auf 14,4 Mrd. US-Dollar. Das operative Kernergebnis lag mit 5,9 Mrd. US-Dollar allerdings um 11,4 % über dem Konsens, und die operative Kerngewinnmarge erreichte 41,2 % - deutlich besser als die von den Analysten erwarteten 38 %. Woraus speist sich die gestiegene Profitabilität?

Die operative Stärke im 1. Halbjahr kommt aus zwei Quellen: dem starken Volumenwachstum der neueren Blockbuster und einer aggressiven Kostenreduktion. Das Volumenwachstum lag im zweiten Quartal bei 18 % - eine Beschleunigung gegenüber den 14 % im ersten Quartal. Die Treiber heissen Kisqali (Brustkrebs), Kesimpta (Multiple Sklerose), Scemblix (Leukämie) und Pluvicto (Radioligandentherapie gegen Krebs).