Die Börse kann Holcim (noch) nicht überzeugen
Holcim will 2026 vor allem in Europa wachsen - Akquisitionen helfen das Ziel zu erreichen
Holcim will weiter wachsen und setzt vor allem auf akquiriertes Wachstum. Lateinamerika ist ein Lichtblick, aber 2026 stehen die Chancen gut, dass man auch im Heimatmarkt Europa wieder mehr Erlöse einfahren kann.
Die Holcim (CH0012214059) Bilanz hat durch die Abspaltung vom Amrize (CH1430134226) eine erhebliche Sanierung erlebt. Ein Punkt, auf den die Börse viel zu wenig eingeht. Die Nettoverschuldung zum Jahresende ist um -55 % von 8,5 Mrd. Franken auf nur noch 3,875 Mrd. Franken gesunken. Das ist wichtig, denn der etwas unscheinbare Schweizer Baustoffproduzent ist ein Akquisitionsmeister. Im vergangenen Jahr hat man sage und schreibe 18 Unternehmen übernommen, wovon jeweils die Hälfte den Sparten Building Solutions und Building Materials zugeschlagen wurden. Wie es zu jedem disziplinierten Portfoliomanagement gehört, wurden auch drei Gesellschaften - im Irak, Jordanien und Nigeria - geschlossen. Der wichtigste Deal für 2026 ist jedoch, dass man Xella International übernommen hat. Konsolidieren wird man den Wandbauspezialisten, der 1 Mrd. Euro Umsatz mitbringt und in 21 europäischen Märkten mit bekannten Marken wie Multipor, Yong, Silka und Hebel unterwegs ist, jedoch erst ab dem 2. Halbjahr. Der Konzernumsatz von Holcim wird also erst frühestens ab dem 3. Quartal 2026 von dem Deal profitieren.
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