Euro-Raum: Der Zinserhöhungszyklus hat erst begonnen
Kapitalmarkt sieht drei weitere EZB-Zinserhöhungen - kommt QE zurück?
Ab jetzt wird es schwierig für die EZB. Die ersten beiden Zinserhöhungen waren die „tiefhängenden Früchte“. Alles, was danach kommen wird, wird das Wirtschaftswachstum beschädigen und die Zahl der Insolvenzen weiter erhöhen.
Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank hat den Anleihemarkt nicht beruhigt. Ganz im Gegenteil: Der Kapitalmarkt hat drei weitere Zinserhöhungen um insgesamt 75 Basispunkte in den kommenden 12 Monaten bereits heute in die Renditen der Staatsanleihen eingepreist. Konkret sind die Erwartungen stark gestiegen, dass die EZB auf der Sitzung im Dezember 2026 und dann noch einmal im Februar 2027 die Zinsen anheben wird. Die heutige Zinserhöhung um 25 Basispunkte für alle drei Zinssätze (Einlagensatz 2,50 %, Leitzins 2,65 % und Spitzenrefinanzierungsfazilität 2,90 %) war zudem die letzte einfache Zinserhöhung für die Notenbank, denn über dem neuen Niveau wird die Dynamik der Wirtschaft zunehmend gedämpft, da die Kapitalkosten empfindlich steigen und die Banken sehr selektiv werden, wem sie noch Kredit geben.
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