Euro-Anleihemarkt hat drei Zinserhöhungen eingepreist
Die Zinsdrohungen der EZB giessen zusätzliches Öl ins Feuer
Die Händler preisen inzwischen drei Zinserhöhungen im Euro ein. Wie konnte es so weit kommen? Ist es die starke Wirtschaft, die für Inflation sorgt? Nein, mitnichten. Der Motor der Euro-Zone - die deutsche Volkswirtschaft - ist von Berlin vor vier Jahren ausgekuppelt worden und läuft seitdem im Leerlauf mit sukzessive abnehmender Geschwindigkeit. Schaut man auf die deutschen Erzeugerpreise, dann sieht man einen tief deflationären Trend. Die Preise auf Ebene der Produzenten schrumpfen. Im Vergleich zum Vorjahr aktuell um mehr als -3 %. Aus einem solchen Impuls entsteht selten ein Inflationsschub, der mit drei Zinserhöhungen in einem Jahr bekämpft werden muss.
Hintergrund für die Bewegung am Anleihemarkt ist die Haltung der Europäischen Zentralbank. Die Ratsmitglieder der EZB stellen sich aktuell vor die Kameras und geben die Leitlinie vor: Wenn die Daten es im April hergeben, wird man die Zinsen erhöhen. Man wolle sich aber auf keinen Fall jetzt schon festlegen, denn die Unsicherheit sei zu hoch. Doch wie liegt hier die Unsicherheit aus Sicht eines Ökonomen?
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