Zürcher Trend Ausgabe 30/26
Der Zürcher Trend vom 29. Juli 2026
250 Jahre USA bedeuten auch 250 Jahre Erfolgsgeschichte des Kapitalismus.
Am Zustand der grössten Volkswirtschaft der Welt gibt es natürlich Einiges – auch abseits der (wechselnden) politischen Führung – zu kritisieren. Das Bildungssystem, die Gesundheitsfürsorge oder die Energieinfrastruktur sind da nur die Prominentesten. Aber auf die lange Sicht war der marktwirtschaftliche Weg richtig.
Als vor genau 250 Jahren James Watt die erste Dampfmaschine in Betrieb nahm, startete die Mehrung der Wohlfahrt.
Das war nicht so schwer, als wegen der «Malthuisanischen Falle» (wirtschaftlicher Fortschritt und steigender Wohlstand werden durch ein rasches Bevölkerungswachstum zunichtegemacht) die Armut seit den Zeiten der römischen Kaiser konstant hoch war. Über 95 % der Weltbevölkerung lebte von der «Hand in den Mund». Das Leben war karg. Die Menschen hatten mit inflationsbereinigt 2 - 3 US-$ am Tag auszukommen. Gas oder Kerzen spendeten Licht, Holz oder Kohle Wärme. Energie kam aus Muskelkraft, Wind oder Wasser. Gemäss der ersten US-Volkszählung 1790 lebten gerade mal 5,1 % der Bevölkerung in Städten mit mindestens 2’500 Einwohnern.
Mit der Dampfmaschine und den daraus (z. B. von Matthew Boulton Watt) entwickelten Motoren setzte sich die Industrielle Revolution in Gang.
Nehmen wir zum Beispiel Joseph Morgan III. Er wurde 1780 in eine walisische Einwandererfamilie geboren, die zu erfolgreichen Landwirten in Massachusetts wurde. Er verkaufte die Farm und investierte in ein Kaffeehaus und eine Postkutschenlinie in Hartford,Connecticut.
Marktanalyse
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