Zürcher Trend Ausgabe 26/26

Der Zürcher Trend vom 01. Juli 2026

Zürcher Börsenbriefe - Zürcher Trend Ausgabe 26/26

 

«KI-Exuberance»?

Die letzten zwei Wochen hat der breite Markt besser performt als der zuvor heiss geliebte Tech-Sektor. Ist die Schwäche ein Vorzeichen für ein Platzen der Blase? Wie 2000? Der am zweitlängsten (19,5 Jahre) amtierende Chair der FED-Geschichte, Alan Greenspan, der vor acht Tagen im Alter von 100 Jahren verstarb, wird dafür in Erinnerung bleiben, dass er zu dem Schluss kam, dass Börsenblasen erst im Nachhinein erkannt werden könnten.

Seine Instinkte («Irrational Exuberance») wurden immerhin schliesslich durch akademische Forschung bestätigt.

Ebenfalls Greenspans Verdienst ist es, dass er im Dezember 1996 Yale-Professor Robert Shiller einlud, einen inzwischen berühmten Vortrag vor FED-Mitarbeitern über eine Überbewertung am Aktienmarkt zu halten, was Greenspan wiederum dazu veranlasste, seine berüchtigte «irrationale Überschwang»-Aussage zu treffen – mehr als drei Jahre vor dem Höhepunkt der Internet-Aktienblase Anfang 2000.

Licht und Schatten in der FED-Politik.

Weil Greenspan die Blasenbildung mit Argwohn verfolgte, kam das FED während der Asienkrise 1997 und nach der Insolvenz von «Long Term Capital Management» 1998 als «white knight» aufs Parkett – in bester Absicht, aber mit negativen Implikationen des «moral hazards».

 

Marktanalyse

  • Crash-Gefahr im historischen Vergleich nicht besonders hoch.
  • Wien weckt Osteuropa-Phantasie.

 

Aktien im Fokus

  • MCH Group will Expansionspfad nicht mehr verlassen.
  • Infracore macht sich für Immobilieninvestoren chic.
  • Raiffeisenbank International gesucht.
  • SGM-SMIT hat Listing im Visier.
  • Innio gelingt guter Börsenstart.
  • Bayer erzielt bei Pflanzenschutzprozess Erfolg vor dem US-Supreme Court.
  • Jensen als defensive Ergänzung spielen.
  • BAM profitiert vom Bauboom.
  • Raspberry PI bedient erfolgreich Low-End-Nische.
  • Lindbergh zeigt kontinuierliches Wachstum.
  • Somec schafft Turnaround.
  • McDonalds gehen Kunden flöten.