Zürcher Trend Ausgabe 11/26
Der Zürcher Trend vom 18. März 2026
Kehren wir zurück ins Zeitalter der unsäglichen Staatsfinanzierung?
Es hat die Länder östlich Deutschlands vor 37 Jahren in den Ruin getrieben. In Russland gehen im vierten Kriegsjahr die Ressourcen aus. Das gilt für Menschen, die an der Front verheizt werden können, aber auch bei den finanziellen Mitteln. Der hohe Ölpreis verschafft nur eine temporäre Atempause. In diesem Jahr wird der staatliche Wohlfahrtsfonds aufgebraucht sein. Viele Regionen melden Pleiten. Ist der Einstieg in die Staatswirtschaft das letzte Mittel, um den Krieg fortführen zu können?
Auch im Westen haben sich viele Länder in eine fragile Lage manövriert.
Falls sich Inflationsängste bestätigen und die Notenbanken die Zügel straffen müssen, wird deutlich werden, wieviele Budgets auf Kante genäht sind. Ein «Doom Loop» ist nicht mehr nur ein akademisches Konstrukt, sondern reale Gefahr, wenn immer höhere Zinsen für die Schulden bezahlt werden müssen, das Rating fällt, was die Risikoforderungen noch weiter erhöht. Das gilt für Japan am stärksten, aber auch für die USA, die sich immer problemlos im Ausland grenzenlos verschulden konnten, aber durch ihre jüngste Politik Investoren verschreckten.
Marktanalyse
- Staatsfinanzierungen sind Gift für die Volkswirtschaften.
- Private Credit-Branche bleibt im Sturm.
- Öl- und Düngemittelbranche sind ein Trading, aber kein Investment wert.
- Deutsche Angst bremst Produktivität.
Aktien im Fokus
- CF Industries versorgt sich mit billigem US-Schieferöl.
- Kali + Salz erlebt Sonderkonjunktur.
- Verbio als Hersteller von alternativen Ölen gefragt.
- Neste setzt auf Alternativen zu Kerosin.
- ThomasLloyd strebt Kotierung in New York an.
- Drohnshield immer begehrter.
Obligationen
- High Yield erfährt Risikoaufschlag.
- TIP-Bonds wegen Inflationsbefürchtungen gesucht.
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