Uniper mit starkem Halbjahresabschluss
Kann man Uniper wieder kaufen oder stellt die Staatsbeteiligung ein zu hohes Risiko dar?
Uniper beginnt immer mehr Anleger zu überzeugen, die nach Diversifikation in den defensiven Branchen suchen. Nach dem Desaster von 2022 galt die Aktie lange als unantastbar, doch inzwischen nimmt die Attraktivität Stück für Stück zu.
Das grösste Risiko für Uniper (DE000UNSE026) ist die Bundesregierung selbst. Da der Bund durch die Zwangsprivatisierung 99 % des Kapitals hält und man sich vorgenommen hat, die Beteiligungshöhe bis „spätestens“ Ende 2028 auf Sperrminorität - also 25 % des Kapitals plus eine Aktie - zu senken, reden wir über eine gewaltige Flut an Aktien, die hypothetisch auf den Markt kommen werden. Die Wahrheit ist jedoch, dass der Bund bis Ende 2028 auf keinen Fall 75 % des Kapitals verkaufen kann, da mit jedem Prozent, das man veräussert, die Nachfrage gesättigt wird und damit auch die Möglichkeit für weitere Preisanstiege. Was man braucht, ist genügend Free Float, um die institutionellen Investoren hereinzuholen. Da reden wir über mindestens 10 % des Kapitals und höchstens 20 %. Alles darüber hinaus muss an einen grossen Ankerinvestor verkauft werden.
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