Zürcher Trend Ausgabe 40/26
Der Zürcher Trend vom 07. Oktober 2026
Sind die hohen Zinsen Segen oder Fluch?
Beides! Die Renditen der 10jährigen USTreasuries haben das höchste Niveau seit 2007 erreicht. Der Schrecken darüber ist zwar kaum an den Indizes, wohl aber an den Notierungen der meisten Einzelvaloren ablesbar. Im Dow Jones, der weniger Tech-Konzerne enthält, war der Saldo Woche für Woche im letzten Monat negativ. Nicht ohne Grund:
Teures Geld bremst Nachfrage.
Nachfrage bestimmt die Kurse. Insofern wirkt eine straffere Geldpolitik, insbesondere wenn neben den Zinsen auch Anleihekaufprogramme («Quantitative Easing») umgekehrt werden, wie ein Passatwind auf frisch ausgesäte Keimlinge. Das ist aber nur der kurzfristige Effekt:
Wer einen langfristigen Zeithorizont in seiner Anlagestrategie fährt, darf jubeln.
Wir hatten gezeigt, dass Börse zumindest in den Anfangsjahren einer strafferen Geldpolitik trotzdem (und gerade deshalb?) steigt. Empirische Daten schlagen Bauchgefühl. Woran liegt das?
Marktanalyse
- Hohe Zinsen sind kurzfristig schädlich, langfristig hilfreich.
- Europas IPO-Pipeline gut gefüllt.
- Drohenabwehrhersteller bei Private Equity beliebt.
Aktien im Fokus
- Meier Tobler bringt Wärmepumpen wieder besser an den Mann.
- Sonova strebt nach Asien.
- Elmos Semiconductor trotzt schwachem Automotive-Trend.
- SCP Standard Capital Partners richtet sich neu aus.
- Singulus wieder in den schwarzen Zahlen.
- Quantum Systems will Konkurrenten einverleiben.
- Sensofusion verdoppelt Einnahmen.
- Unix AI expandiert in Asien.
- SGB-Smit meldet starken Auftragseingang.
- Yubico avanciert.
Rohwaren
- Sojabohnenpreis wird nach unten drehen.
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