Seit nun schon einem Monat hängen zwei Kreuzfahrtschiffe von TUI Cruises im Persischen Golf fest und jeden Tag fallen dadurch neue Kosten an

TUI entgehen Einnahmen aus einem Vorzeigesegment

Zürcher Börsenbriefe - Seit nun schon einem Monat hängen zwei Kreuzfahrtschiffe von TUI Cruises im Persischen Golf fest und jeden Tag fallen dadurch neue Kosten an

 

Der Reiseveranstalter TUI sorgte an der Börse zwar schon länger nicht mehr für sensationell gute Laune. Recht ansehnlich entwickelte sich allerdings das Geschäft mit Kreuzfahrten. Die Schiffe sind nicht nur regelmäßig ausgebucht. Sie bringen auch satte Margen ein und sind damit ein wesentlicher Faktor in den Bilanzen des Konzerns. Umso schmerzhaftet ist es da, wenn gleich zwei Schiffe und damit ein Viertel der Flotte ausfällt.

Genau damit hat TUI (DE000TUAG505) bedingt durch den Irankrieg zu kämpfen. Die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 5 liegen seit Kriegsbeginn im Persischen Golf fest. Der einzige Ausweg ist die Straße von Hormus, welche der Iran als Vergeltungsmaßnahmen für die Angriffe von Israel und den USA bis heute geschlossen hält. Bei TUI kann nur darauf gehofft werden, dass die Lage sich möglichst schnell beruhigen mag. Solange das nicht der Fall ist, fallen aber jeden Tag neue Kosten an.