Aktivistische Investoren attackieren RWE

RWE baut sein grünes Portfolio weiter aus - Aktien arbeiten am Ausbruch

 

Aktivistische Investoren versuchen die RWE-Führung unter Druck zu setzen. Der Vorstoss ist jedoch klein kariert und hat keinen Tiefgang. 

Die Diskussion um einen schnelleren „CO2-Ausstieg“ bei der RWE (DE0007037129) ist müßig. Zwei kleinere Aktionäre trommeln derzeit, damit die RWE ihren Braunkohleausstieg beschleunigt. Das Festhalten an der Braunkohle führe angeblich zu einer signifikanten Werteerosion, so Investor Enkraft, der mit 500.000 RWE-Aktien versucht deutsche Energiepolitik zu machen. 

Es ist hanebüchen. Die RWE hat bereits mit der Bundesregierung festgelegt, dass der Löwenanteil (zwei Drittel!) der Braunkohleaktivitäten schon bis 2030 beendet werden wird. Der Rest wird interessenwahrend bis spätestens 2038 abgewickelt. Aus Sicht eines Versorgers ist das ein sehr kurzer Zeitraum, denn bei der Planung für Kraftwerke wird nicht in Wochen oder Monaten, sondern in Jahren und Jahrzehnten gerechnet. Der implizierte Vorwurf, dass die RWE sich nicht bemühe, ist komplett aus der Luft gegriffen.