Oracle legt solide Zahlen vor, doch immer höhere Schulden verhageln den Anteilseignern jeden Anflug von guter Laune

Übernimmt sich Oracle etwa?

Zürcher Börsenbriefe - Oracle legt solide Zahlen vor, doch immer höhere Schulden verhageln den Anteilseignern jeden Anflug von guter Laune

 

Die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz scheinen endlos zu sein und gefühlt wöchentlich berichtet irgendein Unternehmen aus dem Bereich über massive Fortschritte. Zuletzt meldete Anthropic mal wieder, ein Modell zu haben, das derart leistungsfähig sei, dass eine breite Veröffentlichung zu gefährlich wäre. Um im Wettbewerb der Hyperscaler noch konkurrieren zu können, muss viel Geld in die Hand genommen werden.

Genau das tut auch Oracle (US68389X1054) und scheint dabei keine Rücksichte auf Verluste zu nehmen. Im Geschäftsjahr 2027 sollen knapp 40 Milliarden US-Dollar durch Fremd- und Eigenkapital aufgenommen werden. Darin enthalten ist eine bereits zuvor angekündigte Aktienemission mit einem Volumen von 20 Milliarden Dollar. An der Börse wächst die Sorge, dass der steigende Schuldenberg Oracle dezent überfordern könnte. Die Aktie reagierte am Mittwoch nachbörslich mit Abschlägen von über zehn Prozent.