Nike schwach nach den Zahlen

Wall Street strafte Nike nach den Zahlen - Ausblick für Weihnachten ist trübe

 

Nike wurde nachbörslich an der Wall Street abgestraft. Der Sportartikelhersteller leidet unter der weltweiten Konsumzurückhaltung und muss seine Lagerbestände rauswerfen.

Die Zahlen zum 1. Fiskalquartal von Nike (US6541061031) waren keine Katastrophe. Der Umsatz verbesserte sich leicht um 4 % auf 12,69 Mrd. US-Dollar, wobei allerdings die direkten Umsatzkosten deutlich schneller um 8 % auf 7,07 Mrd. US-Dollar stiegen. Entsprechend sank schon die Rohertragsmarge deutlich von 46,5 % auf 44,3 %. 

Auch die restlichen operativen Kosten kletterten. Der wichtigste Aspekt war dabei das Marketing und Vertrieb, wo Nike mit deutlich höheren Rabatten und Discounts arbeiten musste. Der Hintergrund war, dass der Sportartikelhersteller mit zu grossen Lagerbeständen ins neue Fiskaljahr gestartet war, nachdem das Verbrauchervertrauen seit Ende Juni weltweit aus dem Stand eingebrochen war. Ein Problem, dass sich auch im laufenden Kalenderquartal weiter fortgesetzt hat und dem Einzelhandel grosse Probleme bereitet.