Zürcher Trend Ausgabe 42/26
Der Zürcher Trend vom 21. Oktober 2026
Die Panik gegenüber.
China verstellt den Blick auf die Chancen hüben wie drüben. Es gibt nichts schönzureden. Im internationalen Wettbewerb macht das Reich der Mitte keine Gefangenen. Warum sollten sie auch? Sie treiben die eigene Expansion mit allen Mitteln voran. So wie es jedes Land versucht. Zum Teil mit Subventionen, Handelseinschränkungen und Protektionismus. Das Lamento darüber ist nicht aus der Luft gegriffen. Aber:
Europa steht nicht nackt da.
Ja, wir hatten berichtet, dass China gemäss «Aspi Institute» bei 20 der 24 wichtigsten Zukunftsindustrien enteilt ist. Trotzdem braucht sich Europa in den vielen Partnerschaften nicht unter Wert zu verkaufen. Dass China Europas Industrien zerstört, trifft auf manche Branchen zu, aber trotz des täglichen Handelsdefizits von 1 Mrd. € sind die Aktivitäten in hoch wertschöpfenden Sektoren wie der Pharmaindustrie oder Spezialelektronik gestiegen.
In der Gesamtrechnung sind in der Euro-Zone die Produktion, die reale Bruttowertschöpfung und die Beschäftigung in den letzten zehn Jahren avanciert.
Davon ist in den Medien wenig zu hören, konzentriert man sich doch lieber auf das Jammern und Anklagen. Der smarte Investor entdeckt hingegen leicht die Chancen dieser Expansion.
Marktanalyse
- Europa hat etwas zu bieten.
- Techsektor noch von Sorgen um Finanzierungen geprägt.
- Private Credit angeschlagen.
- Deutschland vor Aufschwung.
Aktien im Fokus
- Micron Technology trotz bester Unternehmenszahlen unter Druck.
- ChangXin Memory Technologies rückt westlichen Chipunternehmen auf die Pelle.
- Münchener Rück will mehr Katastrophen-Versicherungsschutz anbieten.
- Swiss Re erhöht die Prämien.
- Givaudan steigt Verkaufsvolumina.
- Bossard zeigt sich auf allen Ebenen verbessert.
- Deutsche Börse erwartet neuen Schub.
- net digital wächst dreistellig.
Rohwaren
- Kaffee Lagerbestände sinken.
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