Abel kauft günstig und teuer zugleich
Greg Abel setzt auf Synergien und AI-Wetten statt Buffetts Qualitäts-Dogma
Berkshire Hathaway bricht nach zehn Monaten Seitwärtstrend nach oben aus. Der Katalysator ist nicht Warren Buffett, sondern sein Nachfolger Greg Abel. Er setzt einen eigenen Stil durch, der mit Buffetts Investmentphilosophie bricht - und die Börse honoriert das vorerst.
Ende Mai kündigte Berkshire (US0846707026) die Übernahme von Taylor Morrison für 8,5 Mrd. US-Dollar an - ein Bauunternehmen mit einer breiten Basis in 21 US-Märkten. Das Unternehmen notiert bei einem geschätzten KGV von 12, einer Eigenkapitalrendite von 13 % und einer Bruttomarge von 23 %. Das sind mittelmässige Kennzahlen, weit entfernt von Buffetts „wonderful business at a fair price"-Dogma. Zum Vergleich: Als Buffett 2015 Apple kaufte, lag die ROE bei 46 %, die Bruttomarge bei 40 % und das KGV bei 10x. Taylor Morrison ist das Gegenteil — günstig, aber keine Qualität.
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