Zürcher Trend Ausgabe 12/26
Der Zürcher Trend vom 25. März 2026
Die Beliebigkeit und Willkür von Kriegsakten wird zum chronischen Belastungsfaktor für die Börsen.
Veritable Kriege waren bis vor 2021 in den 70 Jahren zuvor nur durch Beistandsverpflichtungen (Korea, Vietnam) oder konkrete Gefahr und Attacken für das eigene Land entfacht worden. Ja, die USA haben militärisch oder durch ihren Geheimdienst CIA gelegentlich Regimewechsel herbeigeführt. Da waren die Aktionen aber in aller Regel in einer Woche abgeschlossen.
Nichteinmischung in Angelegenheiten anderer Länder ist nicht länger ein Wert an sich.
Ukraine, Venezuela sowie der Iran stellten keine Bedrohung für ihre Angreifer dar und trotzdem zahlen sie einen Tribut. Am stärksten leidet aktuell Kuba, das sein Öl zuvor ausschliesslich aus Venezuela bezog. US-Präsident Donald Trump hat ein «Notstands-Dekret» unterzeichnet, wonach jedes Land mit Zöllen überzogen wird, das den 11 Millionen Einwohnern ersatzweise diesen wichtigen Grundsto liefert. Das muss die christliche Barmherzigkeit des designierten Friedensnobelpreisträgers sein, die ihn nicht nur Schurken wie Maduro oder Chamenei ins Visier nehmen lässt, sondern ein ganzes Volk. Mexiko und Russland haben ihre Öllieferungen eingestellt, Strom fällt tageweise aus. Flugzeuge steuern aus Kerosinmangel das Land nicht mehr an. Auf den Strassen kocht die Bevölkerung auf Holzfeuern. Krankenhäuser arbeiten im Notbetrieb.
Marktanalyse
- Krieg hat auch weit abseits des Öls negative Implikationen.
- E-Mobilität reüssiert in China und Europa.
- Deutscher Haushalt profitiert vom Krieg im Iran.
Aktien im Fokus
- Edisun Power wird 2026 den Turnaround schaffen.
- Accelleron Produkte verkaufen sich fast von allein.
- HelloFresh vor Ergebnisrückgang.
- Deutsche Bank wird in Sippenhaft genommen.
- BYD präsentiert revolutionäre Batterie-Technik.
- Ciena präsentiert sich im Börsensturm stabil.
- Mastercard droht Gewinnwarnung.
ETFs
- Flight to safety kann nicht überzeugen.
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