Zürcher Trend Ausgabe 01/26

Der Zürcher Trend vom 07. Januar 2026

Zürcher Börsenbriefe - Zürcher Trend Ausgabe 01/26

 

Manchmal haben politische Börsen nicht nur kurze Beine, sondern Stummel.

Die US-Militäraktion gegen Venezuela (vgl. Ausgabe 51 Seite 1) hat schon zum Wochenstart kaum Reaktionen in Zürich, London, Frankfurt oder an der Wall Street gezeigt. Der Dollar schaute kurz aus dem Tiefschlaf auf und legte sich wieder hin. Ende der Woche wird der Militärschlag kein Thema mehr sein.

Fortsetzung unwahrscheinlich.

Die Nomenklatura und die Militärs in Venezuela werden nicht bereitwillig die Schlüssel zu den heruntergewirtschafteten Ölanlagen an die US-Konkurrenz übergeben. Das hat es zum einen bei einem Angri von aussen noch nie gegeben. Im Gegenteil ist eine «Wagenburg-Mentalität» («wir gegen die bösen Feinde») das Standard-Reaktionsmuster, dem sich sogar die vom System Benachteiligten anschliessen. Zum anderen verdienen zu viele zu gut an der jetzigen korrupten Vetternwirtschaft. Und den Einsatz von Bodentruppen wird selbst ein Donald Trump innenpolitisch nicht durchsetzen können. Das heisst, in Venezuela bleibt alles wie es ist - nur mit einer neuen Despotin an der Spitze. Diesbezüglich ist für die Börse mit keinen Konsequenzen zu rechnen. Venezuela verschwindet schnell aus den Nachrichten von Politik und Börse. Aus den Augen, aus dem Sinn?

 

 

Marktanalyse

  • Venezuela? War da was?
  • China weitet internationalen Einfluss aus.
  • Japan erreicht neue Hochs an der Börse.

 

Aktien im Fokus

  • Kowloon Development setzt auf Wiederbelebung des Immobilienmarktes in Hongkong.
  • Hong Kong Zcloud Technology füllt die Auftragsbücher.
  • Harbin Electric verdient am wachsenden Stromhunger.
  • Are Holding wächst mit Recycling-Bedarf.
  • Nihon Dengi steigert für Kundschaft die Effizienz von Industrieprozessen.
  • Enomoto beliefert Wachstumsindustrien.
  • Baidu kündigt Börsengang von Tochter an.
  • SpaceX wird ein Selbstläufer.