Börse gerät ins Rutschen

Warnungen vonseiten der Unternehmen signalisieren eine schwache Berichtssaison

 

Es fängt an schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft zu hageln. Da das Umfeld fragil ist, kann dies schnell zu starken Kursbewegungen an der Börse führen.

Die Berichtssaison beginnt näher zu rücken und die ersten Unternehmen ziehen vorzeitig ihre Jahresprognosen zurück. Dass man Anfang Oktober die eine oder andere Warnung sieht, war erwartet worden und ist völlig normal. Dass Unternehmen jedoch schon Ende September zu warnen beginnen und dann obendrein noch die Jahresprognosen kassieren, ist ein ausgesprochen schlechtes Vorzeichen für das 4. Quartal. 

Die Börse hasst nichts mehr als Unsicherheit. Ein Unternehmen kann warnen und ein neues Umsatz- und Gewinnniveau vorgeben. Der Kurs der Aktie wird dann entsprechend korrigiert. Streicht ein Unternehmen aber überraschend sämtliche Prognosen und gibt auch keine neuen Indikationen, wo die Reise hingeht, dann preist die Börse im Zweifel den Worst-Case Fall ein. Das führt dann in einem verunsicherten Marktumfeld zu teilweise erheblichen Kurskorrekturen, wie aktuell in Frankfurt zu beobachten ist.