Shell: Alles steht zum Verkauf, was nicht profitabel genug ist
Shell räumt auf und fokussiert sich auf die Geschäftsfelder mit den höchsten Margen
Shell macht Klar-Schiff. Die Briten verkaufen alle Randgebiete, die nicht genügend Margen bringen, und befreien damit gebundenes Kapital, das man verstärkt im klassischen Kerngeschäft investiert.
Shell fokussiert sich weiter auf das profitable Kerngeschäft. Um dort mehr Kapital für Investitionen zur Verfügung zu haben, trennt man sich weiter von Randgebieten. Dabei steht aktuell das Chemiegeschäft an vier Standorten in den USA in den Bundesstaaten Louisiana, Pennsylvania und Texas. Warum trennt man sich von diesem Geschäft, wo es doch gut zu einem vertikal integrierten Energiekonzern passt?
Weil die Chinesen Druck machen. Es handelt sich dabei um Anlagen, die vorrangig Grundstoffe der chemischen Energie produzieren. Beispielsweise für die Herstellung von Kunststoffen, Medikamenten und Reinigungsmitteln. Das ist der margenschwache Bereich der Chemiebranche, der obendrein an Überkapazitäten leidet, die in der Vergangenheit in China aufgebaut wurden. Selbst der Abbau der Kapazitäten in Europa aufgrund der massiv gestiegenen Energiepreise und der Sonderbesteuerung von fossilen Treibstoffen hat diese Überkapazitäten im weltweiten Kontext nicht nennenswert reduzieren können. Entsprechend stehen auch die Margen in den USA unter Druck, aber dort wird Wert auf die Eigenversorgung gelegt. Man möchte die Abhängigkeit von China und Asien möglichst gering halten.
Für diesen Inhalt benötigen Sie ein Abonnement
Testen Sie uns ohne Risiko - das kostenlose Probeabo endet nach 4 Wochen und bedarf keiner Kündigung. Es gibt keinerlei kostenpflichtige Folgeabos. Testen Sie unsere Börsenbriefe und entscheiden Sie selbst, ob sich unsere Abomodelle für Sie rentieren.
