Opendoor macht den Short Seller die Hölle heiss

CEO Nejatian legt ambitionierten Start bei Opendoor hin und nimmt keine Gefangenen

Zürcher Börsenbriefe - Opendoor macht den Short Seller die Hölle heiss

 

Der neue CEO von Opendoor ist clever und hat einen sehr interessanten Humor. Die Short Seller - und davon hat Opendoor viele - finden es allerdings nicht so witzig, dass er sie aus ihren Positionen drängen will. 

Ein gewisser Humor ist ihm nicht abzusprechen. Kaz Nejatian ist kein Unbekannter. Er wechselte 2019 von Facebook zu Shopify (CA82509L1076), dem grössten kanadischen Tech-Unternehmen, und arbeitete sich dort zum Chief Operating Officer hoch. Ende September wurde überraschend bekannt, dass er dieses Sprungbrett, um CEO von Shopify zu werden, aufgibt, und stattdessen CEO von Opendoor Technologies (US6837121036) wird. Was manche für einen schlechten Scherz hielten, denn Opendoor ist ein Fintech in der Krise. Das Unternehmen, das es Käufern und Verkäufern von Immobilien erleichtert, ihr Wunschhaus zu finden bzw. zu veräussern, leidet seit Jahren. Erst verhagelten Covid und die Lockdowns das Geschäft, dann litt der gesamte US-Immobilienmarkt unter den stark gestiegenen Hypothekenzinsen. Bis heute ist das Zinsniveau prohibitiv hoch, aber immerhin sinkt es.