Nordex: Reduzierte Prognose wurde bestätigt

Nordex verzeichnete in den ersten drei Monaten einen starken operativen Einbruch

 

Die Zahlen von Nordex kamen (zu) spät und sind im Hinblick auf das operative Geschäft eine Enttäuschung. Die Erlöse brachen im Jahresvergleich um -25,4 % ein.

Die geschäftlichen Aktivitäten bei Nordex (DE000A0D6554) haben im 1. Quartal deutlich nachgelassen. Die Zahl der installierten Windenergieanlagen halbierte sich fast auf nur noch 197 Anlagen. Die Turbinenmontage stagnierte und bei der Produktion von Rotorblättern lagerte das Unternehmen verstärkt an externe Zulieferer aus. 

Der Umsatzeinbruch ist harsch. Nordex weist für die ersten drei Monate Erlöse in Höhe von 933 Mio. Euro aus. Das ist ein Einbruch um ein Viertel im Jahresvergleich. Bei margenschwachen Geschäftsmodellen führen bereits kleine Umsatzrückgänge zu überproportional grossen Rückgängen des Ergebnisses. So auch bei Nordex. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) rutschte im Jahresvergleich von 10,4 Mio. Euro auf -88,9 Mio. Euro. Nach Steuern verdreifachte sich der Verlust von 54,7 Mio. Euro auf -150,5 Mio. Euro.