Nike: Ausblick löst keine Begeisterung aus

Die Sorgen um Nike sind überzogen, aber neue Chancen ergeben sich auch (noch) nicht

 

Die Wall Street war skeptisch an den Bericht von Nike herangegangen. Sportartikel haben in Zeiten von hoher Inflation und Lockdowns in wichtigen Absatzmärkten keine Hochkonjunktur. 

Das 4. Fiskalquartal war eine weitere schwierige Periode für Nike (US6541061031). Man kämpfte gegen den Abschwung auf der Umsatzseite an, was zum einen aus den harten Covid-19 Lockdowns in China resultierte, aber auch aus der Zurückhaltung der Kunden in Nordamerika und Europa. Die hohe Inflation wird spürbar durch Kaufzurückhaltung kompensiert. 

Insgesamt schaffte es Nike, den Umsatz bis Ende Mai nahezu stabil zu halten. Nach 12,34 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal kam man nun auf 12,23 Mrd. US-Dollar. Auf Jahresbasis ergab sich ein kleines Wachstum von 5 % auf 46,71 Mrd. US-Dollar von zuvor 44,54 Mrd. US-Dollar. Die direkten Kosten stiegen jedoch so deutlich, dass Nike im 4. Fiskalquartal einen Rückgang des Rohertrags um -3 % hinnehmen musste und auf Jahresbasis der Rohertrag nur noch um 8 % gesteigert werden konnte.