MLP - Erfolgsabhängige Vergütungen flattern, Prognose nicht angehoben
MLP: Starkes 1. Halbjahr verschleiert die Abhängigkeit von externen Treibern
MLP hat im 1. Halbjahr 2026 ein EBIT-Wachstum von 41 % erzielt. Die Treiber sind jedoch mehrheitlich marktgetrieben statt strategiegetrieben, und die bestätigte Jahresprognose deutet auf eine erwartete Abschwächung im 2. Halbjahr hin.
Das EBIT von MLP (DE0006569908) ist im 1. Halbjahr 2026 um 41 % auf 60,4 Mio. Euro gestiegen. Isoliert man das 2. Quartal, dann lag das EBIT bei 19,1 Mio. Euro - nahezu eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahresquartal (4,9 Mio. Euro). Die Gesamterlöse wuchsen um 10 % auf 583 Mio. Euro, das zu verwaltende Vermögen erreichte mit 68,8 Mrd. Euro einen neuen Höchststand. Der Vorstandsvorsitzende Schroeder-Wildberg spricht von „strategischer Verzahnung" und „KI-Investitionen, die sich zunehmend auszahlen". Das klingt nach strukturellem Erfolg. Doch die eigentlichen Treiber stehen drei Absätze tiefer im Bericht: höhere erfolgsabhängige Vergütungen, ein verbessertes Zinsergebnis und ein um 4,4 % gestiegener Vermögensbestand. Zwei dieser drei Faktoren sind externe Effekte, keine interne Leistung.
Für diesen Inhalt benötigen Sie ein Abonnement
Testen Sie uns ohne Risiko - das kostenlose Probeabo endet nach 4 Wochen und bedarf keiner Kündigung. Es gibt keinerlei kostenpflichtige Folgeabos. Testen Sie unsere Börsenbriefe und entscheiden Sie selbst, ob sich unsere Abomodelle für Sie rentieren.
