Ericsson verklagt Samsung in den USA

Ericsson Aktie mit deutlichen Abschlägen

 

Die Ericsson-Klage gegen Samsung ist viel Lärm um nichts. Die Südkoreaner versuchen sich um Lizenzzahlungen für Patente der Schweden zu drücken. Ericsson hat ein mächtiges Arsenal von mehr als 54.000 Patenten, wovon viele sich auf die alten und neuen Mobilfunkstandards beziehen. Jährlich kommen neue Patente hinzu, denn Ericsson lässt sich die Forschung & Entwicklung 40 Mrd. SEK pro Jahr kosten. Zur Nutzung dieser Patente müssen die Unternehmen regelmässig Lizenzverträge abschliessen, häufig gleich für mehrere Geschäftsjahre. Eine Reihe von Verträgen mit Samsung laufen im neuen Jahr aus und bis dato gibt es keine neue Einigung. 

Ericsson legte daher Klage in den USA ein. Genauer gesagt in Marshall im Bundesstaat Texas. Das dortige Gericht gilt als besonders freundlich gegenüber Patentbesitzern und ist in der Vergangenheit zu schnellen Entscheidungen gekommen. Das ist selbstverständlich keine Garantie dafür, dass es zu einer schnellen Vertragsverlängerung zwischen den Parteien kommt, aber es ist die beste Alternative für Ericsson, nachdem Samsung versucht, die kleineren Schweden in die Ecke zu drängen. Man muss dabei auch im Hinterkopf behalten, dass Samsung ebenfalls versucht, im 5G-Geschäft in das Vakuum vorzustossen, das Huawei hinterlassen hat.