CXMT will bis 2030 Micron Technology überholen

CXMT IPO: Peking schickt die Nr. 4 im Speicherchipgeschäft ins Rennen

Zürcher Börsenbriefe - CXMT will bis 2030 Micron Technology überholen

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Das IPO von CXMT sorgt für viel Wirbel in China. Die chinesischen Anleger verfolgen die globale Speicherchip-Euphorie sehr genau und bekommen mit diesem Börsengang die Möglichkeit, an einer china-exklusiven Rallye teilzunehmen, denn die Aktien werden (zunächst) nicht in Hongkong gelistet und sind somit ausländischen Privatanlegern nicht zugänglich. 

CXMT bzw. ChangXin Memory Technologies ist ein Kind zweier Engpässe. Zum einen ist man in diesem Jahr ein hochprofitables Wachstumsunternehmen geworden, dank der extrem hohen globalen Nachfrage nach leistungsfähigen Speicherchips für AI-Rechenzentren. Und das, obwohl CXMT selbst keine HBM (High-Bandwidth Memory), sondern klassische DRAM (Dynamic Random Access Memory) Chips herstellt. Die Sogkraft der Nachfrage nach HBM ist jedoch weltweit so stark, dass die Speicherchipunternehmen ihren Fokus auf diese hochmargigen Produkte gelegt haben und gleichzeitig das Brot-und-Butter-Geschäft vernachlässigen. Was in der Konsequenz dazu führt, dass auch die Preise für Speicherchips sehr stark gestiegen sind, da schlicht und einfach das Angebot nicht mehr mitspielt. In dieser Lücke prosperiert CXMT, die diese einfachen Speicherchips herstellen. Zum anderen profitiert CXMT davon, dass die Amerikaner China vom Halbleitermarkt abgeschnitten haben, womit CXMT zum wichtigsten Lieferanten für chinesische Abnehmer geworden ist.