Zürcher Goldbrief Ausgabe 01/26

Der Zürcher Goldbrief vom 20. Januar 2026

Zürcher Börsenbriefe - Zürcher Goldbrief  Ausgabe 01/26

 

Das neue Jahr begann an den Edelmetallmärkten mit hoher Dynamik: Nach einer kurzen Ruhephase Ende 2025 sorgte eine militärische Intervention der USA in Venezuela für neue Unsicherheiten und ließ den Goldpreis erneut auf Rekordhöhen steigen. Parallel verschärfte US-Präsident Trump die Spannungen mit Zolldrohungen gegen europäische Länder und bekräftigte den US-Anspruch auf Grönland, was Diskussionen um die Stabilität der NATO auslöste. Während sich der Goldpreis in Richtung 4.670 US-Dollar je Feinunze bewegte, setzte Silber seinen Aufwärtstrend besonders stark fort: In den vergangenen drei Monaten stieg der Silberpreis um über 70 Prozent, getragen von der hohen Nachfrage in der Rüstungs- und KI-Industrie.

Auch innerhalb der USA verschärft sich das politische Klima: Proteste und Widerstand gegen Trump nehmen zu, die Unabhängigkeit der Notenbank gerät unter Druck und das Vertrauen in den US-Dollar leidet. Die EU reagiert auf die US-Eskalation vergleichsweise besonnen und setzt zunächst auf Dialog statt Gegenzölle, wirkt aber eher als Ruhepol in einer lauter werdenden Welt. Insgesamt bleibt die Unsicherheit der zentrale Treiber an den Märkten und stützt sowohl Gold als auch Silber.

Für Anleger empfiehlt die Redaktion, weiterhin einen substantiellen Anteil Gold im Depot zu halten – bis zu 20 Prozent werden angesichts der geopolitischen Lage nicht mehr als übertrieben angesehen. Entscheidend bleibt, auch in volatilen Zeiten Ruhe zu bewahren und Chancen bewusst wahrzunehmen. Die Edelmetalle profitieren in diesem Umfeld weiter – insbesondere wenn die geopolitischen Krisen anhalten oder sich verschärfen.

 

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

  • Das fängt ja(hr) gut an! Militärische Eskalation in Venezuela und steigender Goldpreis
  • Eskalation: Zunehmende Spannungen um Grönland und Zolldrohungen gegen Europa
  • Die Zölle sind zurück: Rückkehr protektionistischer Maßnahmen beeinflusst Märkte
  • Silber auf dem Vormarsch: Überdurchschnittliche Kursentwicklung, starke Nachfrage aus Industrie und Rüstung
  • Normalisierung in luftiger Höhe: Gold-Silber-Ratio sinkt deutlich, Silber holt auf
  • Es regt sich Widerstand: Wachsende innenpolitische Spannungen in den USA, Vertrauensverlust in Institutionen
  • Die Stimme der Vernunft? Die EU setzt auf Deeskalation und Dialog
  • Unsicherheit als zentraler Faktor: Geopolitische Krisen und Unwägbarkeiten bleiben treibende Kraft
  • Nur keine Panik: Ruhe bewahren, Chancen erkennen – Gold und Silber als defensive Anlageoptionen

 

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