Zürcher Goldbrief Ausgabe 08/25

Der Zürcher Goldbrief vom 20. August 2025

Zürcher Börsenbriefe - Zürcher Goldbrief  Ausgabe 08/25

 

Der August 2025 zeigte sich an den Goldmärkten nach außen hin ruhig, doch der Schein trügt. Mehrere geopolitische Ereignisse hielten Anleger in Atem. Zwar bewegte sich der Goldpreis meist in einer engen Spanne zwischen 3.300 und 3.400 US-Dollar je Feinunze, doch hinter den Kulissen sorgten Zölle, Währungsschwäche und politische Spannungen für Nervosität. Vor allem Donald Trumps überraschende Ankündigung von Strafzöllen traf die Schweiz hart. Zwischenzeitlich befürchteten die Märkte sogar, dass Goldimporte betroffen sein könnten – ein Szenario, das erhebliche Verwerfungen ausgelöst hätte. Erst eine spätere Klarstellung brachte Entspannung.

Der schwache US-Dollar stützt weiterhin die Goldnachfrage. Käufer in Euro oder Yen erhalten mehr Gold fürs Geld, was die Attraktivität des Edelmetalls hochhält. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit in Osteuropa bestehen. Ein Treffen zwischen Trump und Putin brachte keine Fortschritte im Ukraine-Konflikt. Hoffnung weckte zwar ein anschließendes Gespräch mit Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern, doch echte Durchbrüche sind angesichts russischer Maximalforderungen kaum zu erwarten.

Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist das Thema „künstliches Gold“. Während ein US-Startup über Fusionsreaktoren theoretisch Gold aus Quecksilber-Isotopen gewinnen möchte, meldete CERN in der Schweiz erste experimentelle Erfolge bei der Umwandlung von Bleikernen in Goldteilchen. Für Anleger besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Die Verfahren sind bislang weit davon entfernt, wirtschaftlich relevant zu sein. Gold bleibt knapp und damit wertvoll.

Spannend sind auch die langfristigen Prognosen: Experten beim Vermögensverwalter Sprott halten es für möglich, dass der Goldpreis innerhalb von ein bis zwei Jahren sogar die Marke von 7.000 US-Dollar erreichen könnte – mehr als eine Verdopplung vom aktuellen Niveau. Getrieben wäre dies von einer möglichen Aktienmarktkorrektur und anhaltender Flucht in sichere Häfen. Gleichzeitig mahnt die Redaktion zur Vorsicht: Nach einem Kursplus von rund 33 Prozent binnen zwölf Monaten ist der Markt nicht billig, und Korrekturen sind jederzeit möglich.

Die Saisonalität spricht jedoch ebenfalls für Gold: Zwischen August und November zeigt der Markt historisch oft Stärke, nicht zuletzt durch die steigende Nachfrage aus Schmuckindustrie und Asien. Wer investiert ist, darf also optimistisch bleiben, sollte aber Rücksetzer einkalkulieren und strategisch nutzen.

 

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

  • Alles beim Alten: Strafzölle, schwacher Dollar und stabile Goldpreise.
  • Endlich Frieden? Ukraine-Konflikt bleibt ungelöst trotz neuer Gespräche.
  • Kursverdopplung voraus? Sprott sieht Potenzial bis 7.000 US-Dollar.
  • Gold aus dem Reaktor: Startups und CERN experimentieren mit künstlicher Herstellung.
  • CERN meldet Erfolg: Erste Goldteilchen durch Kernumwandlung – aber ohne Marktwirkung.
  • Gold bleibt schwer gefragt: Nachfrage von Zentralbanken stützt die Preise.
  • Zukunftsvisionen: Saisonalität und Zinspolitik als mögliche Treiber.
  • Ein heißes Eisen: Nach 33 % Jahresplus steigt die Gefahr von Korrekturen.
  • Goldene Zeiten: Langfristig bleibt Gold ein attraktiver Depotbaustein.

 

PDF-Download

 

Gratis Börsenbrief

 




Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

 

0 Leser haben diesen Artikel von www.zuercher-boersenbriefe.ch auf einer Skala von 1 bis 5 mit durchschnittlich 0 Punkten bewertet.